Haidebow auf dem Mississippi

wurde diesmal als Motto gewählt.

Nachdem sich die längere Bauzeit letztes Jahr bewährt hatte, wurde heuer Ende Oktober mit dem Wagenbau begonnen. Zuvor wurde jedoch das Lager entrümpelt und über 1t, alte Wagenverkleidungen, Faschingsutensilien, Farbeimer, Holzreste usw. in den Müllcontainer befördert.
Aus 330m Kanthölzer, 30m Balkenmaterial, 30m² OSB-Platten, die gleiche Menge Nut- und Federbretter und über 26kg Schrauben, bauten wir unser erstes Schiff in der Geschichte von Haidebow - einen legendären 12 Meter langen Mississippi-Dampfer. Mit zwei Decks, mehreren Kabinen, rauchenden Schloten und drehendem Schaufelrad, welches einen Durchmesser von über 2m und hatte und von zwei Motoren eines ausrangierten Elektrorollstuhls angetrieben wurde. Dieses konnte mittels zwei Seilwinden in Fahr- und Spielzeitposition gebracht werden. Mit einem fest verbauten (Hand)Hubstapler, welcher während der Bauphase im Internet erworben und auf der Schwäbischen Alb abgeholt wurde, konnte der Führerstand mit samt den beiden Rauchschloten 2m versenkt und wieder ausgefahren werden. Auch die 60 Zentimeter breite Gangway, welche links und rechts über die Wagenabmessungen hinausragte, konnte weg- und hochgeklappt und die Reling eingefahren werden .
Nach problemlosen Testlauf am Freitag vor Fasching, viermonatiger Bauzeit und 1310 Arbeitsstunden war unser über 17 Meter langes (Unimog + Hänger) Gespann, bereit für die kommenden vier tollen Tage.
Von bewölkt bis Schneeschauer und Sonnenschein war wettertechnisch alles vertreten aber die Narren am Straßenrand, waren trotzdem guter Stimmung.
Ein kleines Floss zierte das Frontschild, im überdachten Vorderdeck hing eine Hängematte und durch die Tür hatte man Zugang zur dahinterliegenden Garderobe. Von der Garderobe welche auch gleichzeitig ein Campingklo beherbergte, kam man Mittschiffs, wo sich der Durch- und Zugang zu den Gangways befand. Im abgesenkten Zustand ruhte hier auch der Führerstand mit den beiden Rauchschlote. Von hieraus kam man über die Treppe aufs Oberdeck oder durch die Tür ins Hinterschiff. Das Oberdeck war zu 2/3 begehbar bzw. mit abnehmbaren Geländerelementen versehen. War der Führerstand ausgefahren, konnte er von hier aus betreten werden. Im hinteren Teil, in einer Kiste verbaut, sorgte unsere Nebelmaschine und zwei Ventilatoren für den entsprechenden Raucheffekt. Vom Hinterschiff des Unterdecks wurde nicht nur der Hubstapler bedient, sondern auch die Musik und Licht geregelt, sowie die Antriebe für’s Schaufelrad. Hier war auch wieder unsere Verpflegungsstation untergebracht und die Bar. Von hieraus konnte über zwei Treppen links und rechts an und von Bord gegangen werden.
Die Begeisterung bei Zuschauern, anderen Umzugsteilnehmern und Presse war enorm, auch wenn wir in Mudau mit wenigen Punkten Unterschied am 1. Platz vorbei schipperten und den
 

2. Platz bei der Wagenprämierung

belegten.
Auch wenn in Hirschhorn nicht einmal mehr die Hand zwischen Stadtturm und Wagen passte, so kamen wir trotz “Überbreite” und einer Wagenhöhe von 5.40m überall und ohne Schäden durch und auch sonst funktionierte alles tadellos und ohne Probleme und somit war es auch 2017/2018 wieder eine ganz tolle Faschingskampagne.

KfH_Danke_2018


BeDANKen wollen wir uns bei Familie Willi Trunk, Müller Dach- & Holzbau GmbH, hsp GmbH & Co. KG, G. Wäsch GmbH sowie Jörg Wehrle vom AZURIT Seniorenzentrum Haus Cordula für die großzügige Unterstützung!
DANKe auch an Familie Erich Neuner, Werner Kühner, Ilse Herbold, Gerhard Hufnagel GmbH, Hermann Rüttger GmbH, und Firma Getränke Knopf!

Herzlichen DANK auch an alle hier nicht genannten Spender, für diverse Geld- und Sachspenden sowie diejenigen welche uns schon jahrelang und immer wieder unterstützen!

Bilder von der Kampagne 2018:

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